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Hallo Leute

 

Sicherlich möchtet ihr wissen, wer in dieser Homepage, seine mehr oder weniger klugen Kommentare

abgibt. Eines vorneweg, Lebensläufe zu schreiben war noch nie mein Ding. Um euere Neugierde

zu befriedigen, hier ein paar Daten und Fakten.

Eva-Maria Gall ist mein werter Name, geboren wurde ich auch einmal und zwar vor fast 32 Jahren.

Mein Unwesen treibe ich in der bescheidenen Bayerwald-Metropole Deggendorf.

Als Krankenschwester verdiene ich mir meine Brötchen. Mittlerweile habe ich es auch zu einem Ehemann und zu einer Tochter gebracht (11 Jahre).

 

Wie kommt eine Frau zum Kraftsport? Über Umwegen, wie eine Jungfrau zu einem Kind.

Als Teenager war ich so was von unsportlich, dass meine Sportlehrer regelmäßig einen Lachkrampf

bzw. einen Heulkrampf bekamen, wenn ich mich mit einem Kampfgewicht von 90 kg in Bewegung

setzte. Mit der Weisheit von 19 Jahren, kam mir die glorreiche Idee, der Speck muss weg!!

Ich kaufte mir ein Fahrrad, schaffte mir eine Kalorientabelle an und marschierte kurzerhand ins

nächste Fitnessstudio. Der erste Muskelkater war höllisch und ich meinte nie mehr gehen zu können.

Die Anfangsschwierigkeiten vergingen und so trainierte ich regelmäßig 3 x die Woche, ein Ganzkörper-Programm. Nach ca. 5 Monaten, inklusiver Diät, einigen hunderten km Radfahren und Training, wog ich noch 68 kg und war glücklich. Ein Ziel war erreicht, so wurde es Zeit für neue Ziele. Mein Ehrgeiz war geweckt und ich wollte wissen, was kann ich so an Gewicht bewältigen. Die Männerwelt im Studio wurde nun mein Vorbild. Beim Bankdrücken begann ich mit der leeren Stange und arbeitete mich innerhalb von 4 Jahren bis auf 70 kg hoch. Kniebeugen und Kreuzheben waren leider bis dato noch ein Fremdbegriff für mich, da niemand im Studio diese Übungen absolvierte. Ein Bekannter hörte von meinen guten Leistungen und brachte den Stein ins rollen. Er zog mich zum nächsten Verein

(KSC Frauenau). Bis ich mich versah, startete ich auf meiner ersten Meisterschaft (Niederbayerische). Einige Monate später hob ich in Köthen auf der Deutschen und holte überraschend den 3. Platz, mit 85 kg Leistung.

1995 wechselte ich zum Stemmclub Bavaria 20 Landshut und fing mit dem Training von KB und KH an.

Mein Talent liegt eindeutig beim KH, da ich, nach nicht einmal einem halben Jahr, 130 kg ziehen konnte.

Die Beugen waren noch nie mein Ding und so hinke ich bis heute, leistungstechnisch hinterher.

In Krefeld hob ich mich 1995 mit 352,5 kg zum deutschen Vizemeister.

So kämpfte ich mich beharrlich, ohne Trainer, ohne Partner langsam nach oben. Meine persönliche Schallmauer durchbrach ich im Bankdrücken 1996 mit 100 kg!

Den ersten internationalen Einsatz hatte ich 98`in Belgien beim EU-Cup. Der 3. Platz war ein ausgezeichneter Einstieg. Im gleichen Jahr holte ich mir auch meinen ersten deutschen Titel, in Leinzell; KB 137,5 kg, BD 105 kg und KH 190 kg reichten zum Gewinn. Bei der WM in Dänemark belegte ich den 6. Platz, mit 137,5 (Beuge lief bescheiden)/110/200 kg. Auf der EM in Luxemburg steigerte ich mich auf den 4. Platz.

Als Mitglied im A-Kader der Nationalmannschaft gewann ich 2001 die Gesamtwertung im Donaucup

mit der Gesamtleistung von 452,5 kg. Bei der WM in Tschechien hatte ich leider kein großes Glück, da mir die 205 kg im KH buchstäblich aus der Hand fielen und somit die Bronzemedaille weg war. Dafür holte ich mir in Chemnitz zum 4. Mal den deutschen Titel (155/117,5/200) und in Lauchhammer auch den deutschen Titel im Bankdrücken mit 112,5 kg.

Übrigens halte ich auch noch den deutschen Rekord im BD beim KDK in der 67,5 kg - Klasse

mit 110,5 kg.

Im März 2003 musste ich die Feuerprobe, in der Bundesliga bestehen. Ziel war ja, nicht als Streichergebnis zu enden, was nicht mal einfach war, da unsere Jungs, vom Stemmclub Landshut sehr gut waren. In unserem Verein hatte ich das 4 Beste Ergebnis, aber im Vergleich zu den anderen Startern, schlug ich 80% um Längen. Es hat auch monstermässigen Spaß gemacht, in Randersacker zu starten, da die Jungs sich dort einiges einfallen lassen, wie Riesenbühne im Burgnachbau, Nebelmaschine ein lautes Publikum, was einem Heber so richtig Spaß macht. Im Mai war ja der große Sprung, über den Teich, nach Chicago angesagt. Ein wirklich toller Erlebnis. Weitere Ausführungen hierzu könnt ihr unter News nachlesen. Die Deutsche musste ich ja leider sausen lassen, da meine Schulter motzte. Erst wieder zur DM Bank in Gießen war ich Einsatzbereit und habe dort auch nichts anbrennen lassen. Mittlerweile konnte ich meinen 3. Deutschen Titel verbuchen und ich hoffe, dabei bleibt es nicht… Am Nikolaustag stand noch Trencin(Slowakei) auf dem Programm. Die WM im Bankdrücken hätte sich fast noch zu einem Sahnehäubchen entwickeln können, ja wenn ich die geforderten 122.5kg, für die Bronzemedaille, hochbekommen hätte…Habe ich aber nicht und so blieb der 4.Platz. Dazu aber später noch mehr.

Mittlerweile habe ich auch schon die 3. Saison in der Bundesliga überlebt und sogar ein paar Pünktchen für die Mannschaft gesammelt. Die WM in Frankreich 2004 ist für mich ins Wasser gefallen, ein kaputter Ellbogen und eine OP waren der Grund dafür. Die DM in Randersacker lief schon wieder ganz gut, dafür rächte sich mein Ellbogen beim Bavaria-cup, eine Woche später fürchterlich. Wahrscheinlich hatte ich doch etwas zuviel meinem lädiertem Gelenk zugemutet und so musste ich mit 3 Fehlversuchen ausscheiden. Da wir uns jetzt schon munter mitten im Jahr 2005 befinden, sind 2 Bundesligawettkämpfe schon abgehackt und die DM KDK steht kurz vor der Tür! Großes Highlight für mich, sind im Juli 2005, die World Games in Duisburg.  Klar, dass ich mächtig stolz bin, die deutschen Farben, dort zu vertreten. Sollte ich noch Kraft und Lust verspüren, gebe ich mir im Dezember die WM Bank in Stockholm .....bis dorthin ist ja noch etwas Zeit!

Zum Schluss noch ein paar Hobbys von mir. Sehr gerne lese ich tonnenweise Bücher, höre

Metall- Musik und mache die Gegend mit meinem Motorrad unsicher. Die Bayerwald Berge fahre ich mit dem Rennrad oder dem Mountainbike rauf oder runter. Im Winter müssen Skier her, ob Langlauf oder Abfahrt. Soweit noch Squashpartner vorhanden sind, jage ich dem kleinen Ball im Court nach. Als  neue Herausforderung habe ich mich jetzt auch noch dem Tennis zugewandt. Eine neue Steffi werde ich aber sicherlich nicht…..

 Trotzdem schade, dass der Tag nur 24 Stunden hat!!!

 

Eure Eva